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1932 Ford 3-Window Coupe. Besitzer: Tony Brandes Kontakt: tony@hotrodracing.de
Erfolge & Zeiten
Technische Details: Natürlich wie bei vielen gefiel das Geblubber eines V8 Motors und die wunderschönen Formen der 50ziger Jahre. So kam es, dass es bei Tony nicht wie bei vielen mit einem Camaro oder Caprice angefing. Tony kaufte sich mit 23 Jahren gleich einen sehr schönen roten 58er Cadillac mit dem er auch bis zum dreißigsten Lebensjahr zufrieden fuhr. Natürlich blieb es in den Jahren nicht nur bei dem 58er. Der Cadillac wurde viel für Hochzeiten genutzt, so kam es das noch ein 49er Caddy, ein 57er Buick und ein 65er Cabrio folgten. Zum Spaß hatte er auch noch einen 59er Caddy Ambulanz mit stolzen 6,40m Länge. Tony arbeitet nebenbei auch noch als Jury auf den Street Nats. So kam er automatisch in den Genuss Hot Rods anzuschauen und zu bewerten. Klar ging das nicht spurlos an ihm vorbei. Im Laufe der Jahre kam immer mehr Hot Rods auf die Bühne und der Drang sich auch mal so ein Teil zuzulegen wurde immer größer. Andy, der mit Tony die Street Jury auf der Bühne macht, ist Präsident in der GSRA (German Street Rod Association). Er wurde von Tony beauftragt sich doch mal in der Scene umzuhorchen und nach einem guten Rod Ausschau zu halten. 1997 war für Tony ein bewegendes
Jahr. Die Hochzeits-fahrten wurden eingestellt. Es waren jetzt schon ca.
80 im Jahr. Da es neben den Hochzeitsfahrten auch noch einen normalen
Job gab, kam die Freizeit eindeutig zu kurz. Alle Fahrzeuge bis auf den
58er Cadillac wurden verkauft. Ein Haus wurde gekauft und die
Teilrestaurierung oder der Verkauf des 58ers lag an. Tony hatte den
Kauf eines Hot Rods erst mal nach hinten geschoben aber dann kommt es im
Leben immer so wie wir es lieben (immer genau anders). Andy rief an und erzählte von einem sehr schönen 32er Ford 3 w Coupe mit Kompressor Motor aus München. Nun gut München ist für Tony nicht um die Ecke und eigent-lich hatte er andere Sachen zu tun. Aber so ein 32er kann man sich doch mal anschauen. Vorsichtshalber wurde ein ziemlich dicker Batzen Geld eingesteckt und es ging mit Andy in Richtung München. Klar was jetzt kommt… nein es kann doch anders. Der Rod war super gebaut. Ein Engländer der im Lotto gewonnen hat, hat sich den Wagen von einem Rod Shop aufbauen lassen. Natürlich wurden nur beste Teile verwendet. Nach zwei Jahren und 2000km verlor der Engländer die Lust am Rod und er wurde nach München verkauft. Der Rod sollte eine normale Straßenzulassung bekommen damit der Besitzer auf der Strasse keinen Ärger bekommt. Im Zuge der Zulassung wurde dann auch noch mal einiges geändert und drei Vorführungen beim Tüv waren nötig um den Berühmten Stempel zu bekommen. Hierbei handelt es sich nicht um eine Hinterhofeintragung. Der Hit war natürlich der Kompressor Motor mit seinen eingetragenen 280kw und der eingetragene Schwiegermutter Not Sitz. Da der Besitzer eher der ruhige war, wurde der Rod nur auf dem Anhänger zu Treffen und Meetings gefahren. Ganze 2000km kamen zu den schon vorhanden 2000km noch einmal dazu. Der Zustand war wie Neu. Der Kompressor Motor sah super aus, war aber daran Schuld den Rod in München stehen zu lassen. Leider wusste keiner der Anwesenden zu dem Zeitpunkt was für Teile in dem Motor verbaut wurden. Da der Motor nur sehr wieder willig ansprang und von der Leistung nicht das hergab was er äußerlich versprach konnte sich Tony nicht zu einem Spontan Kauf durchringen. Er fuhr also wieder mit seinem Bündel nach Hause. Dann ging aber doch alles ganz schnell. Ein Bekannter wollte unbedingt den 58er kaufen was er auch tat. Und ohne Auto konnte Tony nun auch nicht bleiben. Er rief den Besitzer aus München noch mal an. Der gab ihm die freudige Nachricht, dass er einen Käufer nur für den Motor hat. Super dachte Tony sich, es gibt zwar optisch nichts geileres als einen Kompressor auf einen Rod aber wirklich auf der Strasse damit fahren steht auf einem anderen Blatt. So konnte Tony den roten Hot Rod aus München doch noch sein eigen nennen.
Wie kamen denn Hot Rod und Besitzer nun zum Dragrace? Die Geschichte ging natürlich nicht erst mit dem Hot Rod los, auch mit dem 57er Buick wurde gerne etwas Gas gegeben. Angefangen hat es wie so oft durch einen damaligen Kumpel der auch gerne mal illegal Straßenrennen fuhr (damals auch mal gegen jemand mit einen wunderschönen 41er Willys, allerdings war der Willys damals noch ein 47er Ford und nicht grau sondern matt gelb). Der Kumpel hieß Thorsten und fuhr einen 68er Charger in schwarz später in einer anderen Farbgebung bekannt als Wilde 13. Ja man kann sagen das Thorsten Schmalenberg dafür gesorgt hat, Tony mit dem Dragrace Virus tief zu infizieren. Es dauerte zwar noch ein wenig bis zu den Offiziellen Dragrace Veranstaltungen gefahren wurde aber hin und wieder wurde auch woanders gerne Gas gegeben. Ein Lagerschaden im ersten Motors des Hot Rods sorgte dann für einen Neuaufbau. Gleichzeitig wurde auch noch die Hinterachsaufhängung und Übersetzung geändert. Mit diesem neuen Motor und Achsübersetzung Konzept ging es auf die ersten Offiziellen Dragrace Veranstaltung. Die erste Zeit die gefahren wurde war eine 12,9sec in Wittstock. Ohne große Veränderungen konnte die Zeit im Laufe der Jahre auf 11,9sec. auf der Viertelmeile gedrückt werden. Mit diesem Konzept wurden 2003 die größten Erfolge erzielt unter anderem der Gewinn der PR1 Klasse in Hockenheim und der zweite Platz in der Drag Racing Masters Serie. Natürlich wurde es Tony irgendwann zu langsam und ein neues Motoren Konzept musste gefunden werden. Da wieder ein Chevy small Block verbaut werden sollte, kam für Tony nur ein Mann in Frage dem er mit dem Bau des Chevy-Motors beauftragen konnte. Thomas Engelage wurde kontaktiert und das geplante durchgesprochen. Gesetztes Ziel war es ein Motor zu bauen mit dem man weiterhin ohne Probleme weite Strecken fahren kann, aber gleichzeitig wenn möglich eine Klasse Höher aufsteigt. Thomas Engelage setzte mit einem originalen 400er Chevy Block gesetztes Ziel perfekt um. Beste Zeit mit diesem Konzept war 10,8sec auf der Viertelmeile. Mit diesem Konzept wurde die gesamte Saison 2005 gefahren. Leider kam am Ende der Saison das zu Tage welches man den 400er original Blöcke gerne nach sagt. Ein Zylinderriss sorgte für einen Lagerschaden. Gegen den Rat des Motoren „Cheffe“ Thomas Engelage entschied sich Tony auch aus Finanziellen Gründen für eine Überholung von Welle und Pleuel. Diese Missachtung musste Tony teuer bezahlen. Keine 300km hielt der überholte Motor in 2006. Nun musste erst ein mal wieder gespart werden und so war Tony sehr froh als ihm sein Motorenbauer alias „Cheffe“ ein vergleichbaren Motor für die anlaufende Saison lieh. 2006 war auch das Jahr als Tony seinen Sponsor wechselte. Bis 2005 noch mit Street Logo, so wird seit 2006 mit Carrera an der Seite gefahren. Carrera vertreibt seit 2006 schöne Hot Rods für ihre Rennbahnen, daher passt die Zusammenkunft perfekt. Und welcher Racer möchte nicht gerne solch einen Kultigen Sponsor haben? Zwischenzeitlich seih erwähnt das Tony weitere Kollegen infiziert hat. Wir kennen sie als Wagenburger Dr. Boris Baur, Wagenburger Ove Kröger und Wagenburger Thomas Respondek der nicht nur selber gerne Gas gibt, sondern immer auf den Rennen mit Rat und Tat als Helfer beiseite steht. Bei Ove sei erwähnt das Tony im Rodazin einen Satz geschrieben hat der sich in Ove’s Hirn gebrannt hat. „Die meißten Hot Rodder sind doch Rückwärts um Pilonen Fahrer“ Müssen wir nicht verstehen oder? Zurück zum Thema. Die Saison 2006 war vorüber. Tony erzielte bei der SE Serie einen hervorragenden fünften Platz und gewann in Hildesheim bei der Race Airport Serie in seiner Klasse den ersten Platz. Hockenheim 2006 wird aus dem Gedächtnis gestrichen. Für 2007 ist wieder ein neues Motoren Konzept in Planung. Natürlich wird der neue Motor wieder von Thomas Engelage aufgebaut. Wichtig wie auch beim letzten Motor ist, dass der Hot Rod weiterhin auf der Strasse bewegt werden kann. Das heißt nicht mal eben zum Kiosk, sondern auch mal den Wohnwagen hinter den Rod gespannt und ab zum nächsten US Car Meeting oder zur nächsten Dragrace Veranstaltung. Ziel ist es mit dem neuen Motor die Zeiten vom letzten Jahr zu erreichen. Thomas Engelage wird das mit Sicherheit wieder bestens erledigen. Grosse Veränderungen wird es in naher Zukunft am Rod nicht geben. Wenn es die Finanzen zulassen wird noch ein Powerglide Getriebe zu der Getriebesammlung dazu kommen und die Innenausstattung soll neu bezogen werden. Diese Sachen sollten eigentlich dieses Jahr geschehen aber wie es immer so kommt, kommt es immer anders... |